Wortschatz ist kein Talent, sondern Buchhaltung: Wer die richtigen Wörter zur richtigen Zeit wiederholt, behält sie.
Der Fehler liegt fast nie im Lernen, sondern in der Auswahl. Wer alphabetisch lernt, hat nach drei Wochen zweihundert Wörter, die nicht zusammenpassen. Wer nach Themen lernt, kann nach denselben drei Wochen über sein Zuhause sprechen.
Deshalb ist hier alles nach Themengebieten geordnet: 117 Vokabellisten mit Übersetzung, dazu Lektionen mit ganzen Sätzen und 17 Lernspiele zum Wiederholen.
Weniger, als die meisten denken. Die Häufigkeitsverteilung von Sprache ist extrem ungleich – ein kleiner Kern deckt den Grossteil des Alltags ab:
| Wortschatz | Was damit möglich ist | Anteil am Alltag |
|---|---|---|
| 500 Wörter | Einfache Sätze, Einkaufen, sich vorstellen | rund 60 % |
| 1.000 Wörter | Alltagsgespräche, Reisen, einfache Texte lesen | rund 75 % |
| 3.000 Wörter | Zeitungsartikel, Filme mit Untertiteln, Diskussionen | rund 90 % |
| 5.000 Wörter | Bücher ohne Wörterbuch, Fachgespräche | rund 95 % |
Die ersten 1.000 Wörter bringen dich am weitesten. Danach wird jeder weitere Schritt teurer – deshalb lohnt es sich, den Anfang gründlich zu machen statt schnell.
Zusammengehörige Wörter stützen sich gegenseitig. Zehn Küchenwörter lernst du schneller als zehn zufällige.
Ein Wort allein ist eine Übersetzung. Ein Wort im Satz ist Sprache – und nur die kannst du später benutzen.
Wer fünfzig Wörter auf einmal nimmt, behält am nächsten Tag fünf. Zehn behaltene sind mehr als fünfzig gesehene.
Nach einem Tag, nach drei, nach einer Woche, nach einem Monat. Genau dann, wenn du kurz vorm Vergessen bist.
Für Schritt 2 eignen sich die zweisprachigen Texte und die Audio-Lektionen – dort begegnen dir die Wörter in echten Sätzen. Wie du sie zu eigenen Sätzen verbindest, steht in der Grammatik-Übersicht.
17 Seiten
Die Wörter, die dir am häufigsten begegnen – und die man deshalb zuerst lernt.
Lektionen mit ganzen Sätzen
Vokabellisten mit Übersetzung
Zum spielerischen Wiederholen
14 Seiten
Vom Frühstück bis zum Restaurantbesuch. Dankbar, weil du alles sofort anwenden kannst.
Lektionen mit ganzen Sätzen
Vokabellisten mit Übersetzung
Zum spielerischen Wiederholen
23 Seiten
Familie, Charakter, Emotionen – der Wortschatz für Gespräche über Menschen.
Lektionen mit ganzen Sätzen
Vokabellisten mit Übersetzung
Zum spielerischen Wiederholen
14 Seiten
Körperteile, Beschwerden, Sport. Wörter, die man hofft nie zu brauchen und doch braucht.
Lektionen mit ganzen Sätzen
Vokabellisten mit Übersetzung
Zum spielerischen Wiederholen
14 Seiten
Flughafen, Hotel, Verkehrsmittel – der Wortschatz, der sich im Urlaub sofort auszahlt.
Lektionen mit ganzen Sätzen
Vokabellisten mit Übersetzung
10 Seiten
Gebäude, Wege, Landschaften. Alles, worüber man beim ersten Spaziergang stolpert.
Lektionen mit ganzen Sätzen
Vokabellisten mit Übersetzung
Zum spielerischen Wiederholen
12 Seiten
Tiere, Pflanzen, Wetter, Klima. Viele Wörter ähneln dem Deutschen.
Vokabellisten mit Übersetzung
14 Seiten
Vom Klassenzimmer ins Büro – Wortschatz für Ausbildung und Arbeit.
Lektionen mit ganzen Sätzen
Vokabellisten mit Übersetzung
Zum spielerischen Wiederholen
8 Seiten
Einkaufen, bezahlen, anziehen. Zusammen mit den Zahlen die Basis fürs Shopping.
Lektionen mit ganzen Sätzen
Vokabellisten mit Übersetzung
Zum spielerischen Wiederholen
12 Seiten
Uhrzeit, Datum, Wochentage, Zahlen. Kommt in jedem zweiten Satz vor.
Lektionen mit ganzen Sätzen
Vokabellisten mit Übersetzung
Zum spielerischen Wiederholen
7 Seiten
Kunst, Musik, Technik, Naturwissenschaft – für alles jenseits des Alltags.
Vokabellisten mit Übersetzung
18 Seiten
Die wichtigsten Verben und Adjektive als Liste – das Grundgerüst jedes Satzes.
Vokabellisten mit Übersetzung
Zum spielerischen Wiederholen
Eine Liste zeigt dir, welche Wörter es gibt. Sie sorgt nicht dafür, dass du sie behältst – das ist ein anderer Vorgang, und er passiert nur durch Wiederholung im richtigen Abstand.
Der zweite Punkt: Wörter existieren nicht allein. Tomar heisst nehmen, aber auch trinken, und in Lateinamerika auch Bus fahren. Welche Bedeutung gilt, entscheidet der Satz. Deshalb lohnt es sich, Listen als Einstieg zu nehmen und den Rest beim Lesen und Hören zu lernen.
Der mühsamste Teil am Vokabellernen ist das Erfassen: Wort finden, nachschlagen, notieren, ordnen. Die meisten hören genau hier auf.
Mit Habloo tippst du beim Video- oder Textlesen ein Wort einmal an – es ist gespeichert, übersetzt und im Trainer. Der legt es dir wieder vor, wenn du es zu vergessen drohst. Alle Lernfunktionen sind kostenlos.
Zehn neue reichen. Entscheidend ist nicht, wie viele du aufnimmst, sondern wie viele du wiederholst – bei zehn neuen pro Tag stehen nach einem Monat schon rund 60 Wiederholungen an.
Am Anfang nach Häufigkeit, danach nach Themen. Die 500 häufigsten Wörter bringen dich am schnellsten voran; sobald die sitzen, lernst du gezielt, was du für deine Situationen brauchst.
Beides funktioniert, solange die Abstände stimmen. Apps haben den Vorteil, dass sie das Rechnen übernehmen – bei Papierkarten musst du selbst nachhalten, was wann dran ist.
Bau sie in einen Satz ein, der etwas mit dir zu tun hat. Wörter ohne persönlichen Bezug rutschen durch – Wörter mit Bezug bleiben.
Zum Lesen und Hören ja. Zum Sprechen nicht: Dafür musst du das Wort selbst produzieren können, und das ist deutlich schwerer. Rechne mit etwa der Hälfte deines passiven Wortschatzes.